Laborpressen von Langzauner für die Composite-Entwicklung
Auf einen Blick
- 01Presskraft 20–1.100 kN
- 02Werkzeugfläche 400 × 400 mm, optional 500 × 500 mm
- 03Heizplattentemperatur bis 250 °C, optional 450 °C
- 04Öffnungsweite 430 mm, individuell anpassbar
- 05Druckgenauigkeit ±1 % über den gesamten Kraftbereich
Engineering Partner
Wofür werden Laborpressen im Composite-Bereich eingesetzt?
Laborpressen schließen die Lücke zwischen Materialentwicklung und Serienfertigung. Sie bilden die Prozessbedingungen einer Produktionspresse im kleinen Maßstab ab – bei deutlich geringerem Material- und Zeiteinsatz.
Die perfectLAB-Serie von Langzauner entstand aus der jahrzehntelangen Zusammenarbeit mit Faserherstellern, Forschungsinstituten und Universitäten. Jede Presse wird auf das jeweilige Labor-Setting zugeschnitten: Presskraft, Werkzeugfläche, Temperaturführung und Datenerfassung sind frei konfigurierbar.
Dadurch lassen sich Parameterstudien, Prototypen und seriennahe Kleinserien auf einer einzigen Anlage abbilden – und Laborergebnisse später verlässlich in die Serienfertigung übertragen.
Funktionsweise & Aufbau
Wie funktioniert eine perfectLAB-Laborpresse?
Die perfectLAB arbeitet als Unterkolbenpresse: Der Hydraulikzylinder sitzt unterhalb des Pressentischs und fährt die untere Heizplatte gegen die feststehende obere Platte. Diese Bauform hält die Bedienhöhe niedrig und den Aufstellraum klein.
Angetrieben wird die Presse von einer drehzahlvariablen Hydraulik. Die Pumpe läuft nur mit der tatsächlich benötigten Drehzahl, wodurch Druck und Position ohne Proportionalventile geregelt werden.
Die Stahlplatten werden elektrisch beheizt und über eine Druckluft-Wasser-Kühlung wieder abgekühlt. Heiz- und Kühlrampen, Presskraft, Position und Haltezeiten werden als Rezept hinterlegt und automatisch abgefahren.
Alle Prozessgrößen werden mit perfectDATA in Echtzeit aufgezeichnet und lassen sich als Kurve exportieren – die Basis für reproduzierbare Versuchsreihen.
Hauptkomponenten
- Unterkolben-Hydraulikzylinder
- drehzahlvariabler Hydraulikantrieb
- elektrisch beheizte Stahlplatten
- Druckluft-Wasser-Kühlung
- SPS-Steuerung mit Rezeptverwaltung
- perfectDATA Echtzeit-Datenerfassung
Einsatzbereiche & Anwendungen
Einsatzbereiche der perfectLAB-Laborpresse
Die perfectLAB wird überall dort eingesetzt, wo Faserverbundwerkstoffe entwickelt, qualifiziert oder in kleinen Stückzahlen gefertigt werden: in F&E-Abteilungen der Luftfahrt-, Automotive- und Sportindustrie, an Universitäten und in Forschungsinstituten sowie bei Herstellern von Prepregs, Organoblechen und Halbzeugen.
Typische Aufgaben sind Materialqualifizierung, Parameterstudien zu Druck-, Temperatur- und Zeitprofilen, die Herstellung von Prüfplatten sowie das Prototyping von Bauteilen vor der Serienfreigabe.
Typische Bauteile
Auswahlhilfe & Abgrenzung
Ist diese Maschine die richtige Wahl?
- reproduzierbare Parameterstudien mit dokumentierten Prozesskurven
- Materialqualifizierung nach Kundenspezifikation
- Prototyping vor der Serienfreigabe
- Labore mit begrenzter Stellfläche
- Prozesse mit Werkzeugtemperaturen über 250 °C
- Serienfertigung über ca. 5.000 Bauteile pro Jahr
- Bauteile größer als 500 × 500 mm
- vollautomatisierte Taktlinien
- Nassverfahren mit hohem Harzdurchsatz
Abgrenzung zu ähnlichen Produkten
Konfiguration, Varianten & Optionen
Serienausstattung und Optionen
- drehzahlvariable Hydraulik
- elektrisch beheizte Stahlplatten bis 250 °C
- Druckluft-Wasser-Kühlung
- SPS-Steuerung mit Rezeptverwaltung
- CE-konforme Sicherheitsumhausung
- Heizplatten bis 450 °C
- Werkzeugfläche 500 × 500 mm
- Heizrate bis 50 °C/min
- perfectDATA Echtzeit-Datenauswertung
- Vakuumhaube
- Kraftmessdosen für Kalibrierung
Die perfectLAB-Serie wird in drei Baugrößen angeboten, die sich in Presskraft, Werkzeugfläche und Aufstellmaß unterscheiden. Die kleinste Baugröße ist auf Probekörper und Materialscreening ausgelegt, die größte auf seriennahe Bauteilmuster. Alle drei nutzen dieselbe Steuerungs- und Hydraulikplattform sowie identische Rezeptstrukturen.
Integration, Steuerung & Automatisierung
In die Linie integrierbar
Automatisierung & Schnittstellen
Steuerung, Software & Daten
Vorteile
Ihre Vorteile
Die drehzahlvariable Hydraulik läuft nur mit der tatsächlich benötigten Pumpendrehzahl. Das senkt Laufzeiten, Energiebedarf und Wärmeeintrag ins Oel.
Beleg: Messung Pumpenleistung: bis zu 75 % Einsparung gegenüber konstant laufender PumpeDie Servohydraulik regelt Druck und Position ohne Proportionalventile. Auch Versuche mit niedrigem Anpressdruck bleiben dadurch reproduzierbar.
Beleg: Werksprotokoll je Maschine, Druckgenauigkeit ±1 %Elektrisch beheizte Stahlplatten decken Duroplast- und Thermoplastprozesse auf einer Anlage ab. Heizraten bis 50 °C/min verkürzen Versuchszyklen deutlich.
Beleg: 250 °C serienmäßig, 450 °C optional; Heizrate 8–50 °C/minWeil die Pumpe bedarfsgerecht läuft, entfällt die separate Ölkühlung. Das spart Stellfläche, Investition und laufende Kosten.
Beleg: Entfall Ölkühlaggregat; verlängerte Öl-WartungsintervalleperfectDATA zeichnet Presskraft, Position, Temperatur und Zeit in Echtzeit auf und exportiert die Kurven. Versuchsreihen werden dadurch vergleichbar und auditierbar.
Beleg: Echtzeit-Datenaufzeichnung, Export als Kurve und RohdatenLabor- und Produktionspressen von Langzauner nutzen dieselbe Steuerungsplattform und Rezeptstruktur. Prozessparameter müssen beim Serienhochlauf nicht neu ermittelt werden.
Beleg: identische Rezeptstruktur über alle BaureihenNormen, Qualität & Service
Geprüft, dokumentiert, gewartet
Normen & Zertifikate
- CE-Kennzeichnung
- Maschinenrichtlinie 2006/42/EG
- EN ISO 12100
- EN 693
Genauigkeit & Nachweise
Service & Retrofit
Referenzprojekt
Messbares Ergebnis
Entwicklungszeit für neue Materialaufbauten von 14 auf 6 Wochen verkürzt
Technische Daten
Alle Werte im Detail
- Presskraft [kN]
- 20–1.100
- Presshub / Öffnungsweite [mm]
- 430
- Pressgeschwindigkeit [mm/s]
- 0,1–1
- Druckgenauigkeit [%]
- ±1
- Positioniergenauigkeit [mm]
- 0,01
- Werkzeug-/Aufspannfläche [mm]
- 400 × 400
- Antriebskonzept
- drehzahlvariable Servohydraulik
- Parallellaufregelung
- aktiv, thermoneutral
- Heizplattengröße [mm]
- 400 × 400
- Heizart
- elektrisch
- max. Temperatur Heizplatte [°C]
- 250 (opt. 450)
- Heizrate [°C/min]
- 8 (opt. bis 50)
- Kühlart
- Druckluft-Wasser
- Steuerung / SPS
- Langzauner Eigenentwicklung
- Vakuumsystem
- optional Vakuumhaube
Bilder & Video




Antworten auf die meistgestellten Fragen
Häufige Fragen
Welche Presskraft hat die perfectLAB-Laborpresse von Langzauner?+
Die perfectLAB-Laborpressen decken einen Presskraftbereich von 20 bis 1.100 kN ab. Der konkrete Wert hängt von der gewählten Baugröße ab; innerhalb einer Baugröße lässt sich die Kraft stufenlos regeln. Die Druckgenauigkeit liegt dank Servohydraulik bei ±1 % über den gesamten Kraftbereich, sodass auch Versuche mit niedrigen Anpressdrücken reproduzierbar bleiben.
Bis zu welcher Temperatur kann eine perfectLAB-Laborpresse heizen?+
Die elektrisch beheizten Stahlplatten der perfectLAB erreichen serienmäßig 250 °C und optional 450 °C. Die Standard-Heizrate beträgt rund 8 °C/min, optional sind bis zu 50 °C/min möglich. Gekühlt wird über eine Druckluft-Wasser-Kühlung. Damit lassen sich sowohl Duroplast-Prozesse mit langen Haltezeiten als auch schnelle Thermoplast-Zyklen abbilden.
Worin unterscheidet sich eine Laborpresse von einer Formenpresse?+
Eine Laborpresse ist auf Entwicklung, Materialqualifizierung und Kleinserien ausgelegt: kompakte Werkzeugflächen, hohe Regelgenauigkeit und vollständige Prozessdatenaufzeichnung. Eine Formenpresse ist für Serienfertigung konzipiert – mit größeren Werkzeugflächen, kürzeren Taktzeiten und Anbindung an Automatisierung. Bei Langzauner nutzen beide dieselbe Steuerungsplattform.
Welche Materialien lassen sich auf einer perfectLAB-Laborpresse verarbeiten?+
Verarbeitet werden alle gängigen Faserverbundwerkstoffe: Prepregs aus CFK und GFK, Organobleche und thermoplastische Tapes, SMC und BMC, Sandwichaufbauten mit Honeycomb-Kern sowie naturfaserverstärkte Halbzeuge. Auch Standardkunststoffe lassen sich thermoformen. Entscheidend ist die freie Konfigurierbarkeit von Temperatur, Presskraft und Zeitprofil.
Wie werden Prozessdaten auf der perfectLAB aufgezeichnet?+
Optional zeichnet perfectDATA alle relevanten Prozessgrößen – Presskraft, Position, Plattentemperatur und Zeit – in Echtzeit auf. Die Daten lassen sich als Kurve darstellen und exportieren. Dadurch sind Versuchsreihen dokumentiert, vergleichbar und auditierbar, was besonders in der Luftfahrt- und Automotive-Qualifizierung gefordert ist.
Wie viel Stellfläche benötigt eine perfectLAB-Laborpresse?+
Durch die Unterkolbenbauweise fällt die Aufstellfläche gering aus – die kompakten Baugrößen passen in gängige Laborräume und benötigen keine Grube. Die genaue Aufstellfläche und Bauhöhe hängen von Presskraft und Werkzeugfläche ab und werden im Angebot ausgewiesen. Eine separate Ölkühlung ist nicht erforderlich.
Kontaktanfrage
Sprechen wir über Ihren Prozess
Ihr Ansprechpartner
Alexander Wiesner
Kontaktieren Sie uns:
